W-DS-04 — 2-Klick-Wrapper Karten
49 €
Worum es geht
Eine eingebettete Google-Maps-Karte funktioniert wie ein eingebettetes YouTube-Video: Sobald die Webseite geöffnet wird, baut der Browser des Besuchers eine Verbindung zu Google-Servern auf — bevor irgendein Klick erfolgt ist. Übertragen werden dabei IP-Adresse, angefragter Inhalt und weitere Geräteinformationen.
Der Wrapper unterbricht diesen Vorgang: Statt der lebenden Karte zeigt die Webseite zunächst ein statisches Vorschaubild der Karte. Erst wenn der Besucher aktiv klickt, wird die echte Karte nachgeladen — mit allen Funktionen wie Zoom, Verschieben und Routen-Suche.
Was technisch passiert
Das Werkzeug findet jede in der Webseite eingebundene Google-Maps-Karte (egal ob als <iframe>-Einbettung oder über die Maps-JavaScript-API) und ersetzt sie durch einen Vorschau-Container. Der Container zeigt ein Vorschaubild aus einer Auswahl von fünf neutralen Karten-Motiven — keine Reproduktion der konkreten Karte, sondern ein klares Signal „hier ist eine Karte". Sie wählen bei der Buchung das Motiv, das zu Ihrer Webseite passt. Über dem Vorschaubild liegt ein klickbarer Hinweis: „Karte laden — Verbindung zu Google", ergänzt um den Ortsnamen, falls sinnvoll.
Beim Klick wird die ursprüngliche Karte nachgeladen, vollständig und unverändert. Bis dahin entsteht keine Verbindung zu Google-Servern. Nach dem Klick verhält sich die Karte wie gewohnt.
Was mit anderen Karten-Anbietern ist
Der Wrapper funktioniert auch mit anderen Karten-Anbietern, die beim Seitenaufruf Verbindungen zu eigenen Servern aufbauen — etwa Microsoft Bing Maps oder Apple Maps. Die Mechanik ist identisch: Vorschaubild statt Live-Einbettung, Live-Einbettung erst nach Klick.
Nicht erforderlich ist der Wrapper, wenn Ihre Webseite bereits eine datenschutz-freundliche Karten-Lösung verwendet — etwa OpenStreetMap mit einer in Europa gehosteten Tile-Quelle. Solche Karten übertragen schon jetzt keine Daten an Google oder einen US-Anbieter; der Wrapper hätte hier nichts zu tun.
Wann der Wrapper die richtige Wahl ist
Drei Konstellationen sprechen für den Wrapper-Baustein:
Erstens, wenn die Karte schon vorhanden und in den Webseiten-Aufbau integriert ist — etwa in einer Standort-Seite mit umgebendem Text, Bildern und Layout. Eine bestehende Karte zu wrappen ist eine Werkzeug-Frage von Sekunden; eine bestehende Karte gegen OpenStreetMap auszutauschen ist Webdesigner-Arbeit.
Zweitens, wenn die Funktion der Google-Maps-Karte Bestandteil des Webseiten-Inhalts ist — etwa weil Besucher von der Karte aus direkt zu Google Maps weiternavigieren sollen, um sich eine Route zu Ihrem Standort berechnen zu lassen. OpenStreetMap kann das im Prinzip auch, ist aber bei dieser konkreten Funktion weniger eingespielt.
Drittens, wenn Sie keinen aktiven Eingriff in das Karten-Konzept wollen, sondern einfach die Datenschutzfrage für die bestehende Karte gelöst haben möchten.
Wenn keine dieser Konstellationen zutrifft und Ihre Karte ohnehin nur „so finden Sie uns" zeigt, ist eine OpenStreetMap-Lösung oft die saubere Wahl. Wir weisen im Diagnose-Bericht auf diese Alternative hin, falls sie für Ihre Webseite passt.
Rechtlicher Hintergrund — kurz
Karten-Einbindungen stehen in derselben rechtlichen Lage wie andere eingebettete Drittinhalte. Das Verwaltungsgericht Hannover hat 2025 klargestellt, dass das bloße Laden eines Drittanbieter-Skripts — auch ohne Cookie-Setzung — eine Einwilligung nach § 25 TDDDG voraussetzt. Für eine Standard-Google-Maps-Einbindung gilt das vollumfänglich. Auch die teilautomatisierte Webseitenprüfung des Bundesbeauftragten für Datenschutz vom Sommer 2025 hat sich auf eingebettete Drittinhalte bezogen — der Mechanismus, den der Wrapper löst, ist derselbe wie bei YouTube.
Eine ausführliche Einordnung steht im Blogbeitrag Externe Dienste auf Webseiten und der Datenschutz; eine Kurzübersicht der prominentesten Drittanbieter auf der Erklärseite zu externen Diensten.
Was wir nicht versprechen
Der Wrapper löst die Einwilligungsfrage für die Karten-Einbindung — nicht den Datenschutz Ihrer Webseite insgesamt. Wenn Sie gleichzeitig YouTube-Videos oder Google Fonts eingebunden haben, sind das eigene Bausteine. Was im Datenschutz-Text Ihrer Webseite steht, prüfen wir nicht.
Wir prüfen auch nicht, ob das, was Sie auf der Karte markiert haben (Standort, Routen-Hinweis, Geschäftszeiten), inhaltlich korrekt ist. Wir übernehmen die bestehende Karten-Einbindung.
Was Sie tun müssen
Nichts. Sie buchen den Baustein im Bestellformular, wir wenden ihn beim Crawl-Lauf auf alle gefundenen Karten-Einbettungen an. Eine Mitwirkung von Google ist nicht nötig — der Wrapper arbeitet ausschließlich mit dem öffentlich verfügbaren Einbettungs-Code.